Die Hure H will heiraten.

 

Aber.

 

Wie soll die Hure H heiraten.

 

 

 

Ich will das Kleid tragen. Sagt die Hure H.

 

Und die Schuhe will ich tragen. Sagt die Hure H.

 

Und den Schleier und das Täschchen will ich tragen. Sagt die Hure H.

 

Und die Hure H packt das Kleid und die Schuhe und den Schleier und das Täschchen in eine große Tasche.

 

Mit der großen Tasche in der Hand geht die Hure H los.

 

Die Hure H will heiraten.

 

Aber. Die Hure H weiß nicht wie.

 

Also geht die Hure H los.

 

 

 

Überall sind Hügel wo die Hure H losgeht.

 

Große und kleine und hohe und niedrige Hügel sind überall wo die Hure H geht.

 

Die Hügel sind aus Lehmerde.

 

Die Hure H geht über die Hügel hinweg. Und geht um die Hügel herum.

 

Überall Hügel. Denkt die Hure H.

 

Wo soll ich hingehen. Denkt die Hure H.

 

Die Hure H geht um einen hohen Hügel herum.

 

Da sieht die Hure H hinter dem Hügel ein großes ein hohes Turmgebäude sich erheben.

 

Dort gehe ich hin. Denkt die Hure H.

 

Und die Hure H geht.

 

Und bald erreicht die Hure H das große das hohe Turmgebäude.

 

Das große das hohe Turmgebäude ist aus roten Backsteinen.

 

Das große das hohe Turmgebäude hat oben viele Türme.

 

 

 

Die Hure H stellt ihre große Tasche vor den Eingang des großen hohen Turmgebäudes ab.

 

Ich will heiraten. Denkt die Hure H.

 

Ob ich hier heiraten kann. Denkt die Hure H.

 

Die Hure H steht und wartet.

 

Da kommt eine alte Frau um ein Eck des Turmgebäudes herum.

 

Die Alte humpelt.

 

Die Alte trägt schwarz.

 

 

 

Was ist. Sagt die Alte. Was tust du hier.

 

Ich will das Kleid tragen. Sagt die Hure H. Ich will das weiße Kleid tragen.

 

Warum. Sagt die Alte.

 

Ich will heiraten. Sagt die Hure H.

 

So. Sagt die Alte. So.

 

Dann ziehe das weiße Kleid an. Und dann geschieht es.

 

Was geschieht. Sagt die Hure H.

 

Das weiß ich nicht. Sagt die Alte. Aber es geschieht.

 

Ich habe kein weißes Kleid getragen. Sagt die Alte. So weiß ich nicht was beim weißen Kleid geschieht.

 

Du hast nicht geheiratet. Sagt die Hure H.

 

Ich habe geheiratet. Sagt die Alte.

 

Dann hast du ein weißes Kleid getragen. Sagt die Hure H.

 

Nein. Sagt die Alte. Ich habe ein schwarzes Kleid getragen.

 

Ein schwarzes Kleid hast du getragen. Sagt die Hure H.

 

Du trägst jetzt ein schwarzes Kleid. Trägst du jetzt dein Hochzeitskleid. Sagt die Hure H.

 

Nein. Sagt die Alte. Er ist gestorben. So trage ich schwarz.

 

Und ich trug schwarz als wir heirateten. Ein schwarzes Kleid mit Samtkragen trug ich.

 

Ein schwarzes Hochzeitskleid. Sagt die Hure H.

 

Ja. Sagt die Alte. Schwarz war die Farbe. Alle trugen schwarz. Es war feierlich. Es war würdevoll. Ich war die Braut. Ich war würdevoll. Ich. Die Braut.

 

Ein weißes Kleid ist auch würdevoll. Sagt die Hure H.

 

Vielleicht. Sagt die Alte. Vielleicht ist es mit Würde. Aber es ist ein weißes Kleid. Ein weißes Kleid mit Spitzen und mit Perlen. Und weiße Schuhe. Unter dem weißen Kleid wird der Leib bewahrt. Der Leib ist dort unter dem Kleid bewahrt.

 

Ich will das weiße Kleid tragen. Sagt die Hure H. Aber mein Leib ist dort nicht bewahrt unter dem weißen Kleid.

 

Ziehe es an. Das weiße Kleid. Stülpe es deinem Leib über. Das weiße Kleid. Sagt die Alte. Wo ist es. Ich helfe dir.

 

Hier ist es. Hier in meiner Tasche ist es. Sagt die Hure H.

 

Und die Hure H öffnet ihre große Tasche. Die Hure H holt das Kleid heraus und legt es sich über ihren linken Arm. Die Hure H holt den Schleier heraus und legt den Schleier über das Kleid. Die Hure H holt die Schuhe heraus und nimmt die Schuhe in die linke Hand. Dann holt die Hure H das Täschchen heraus und behält das Täschchen in der rechten Hand.

 

Und nun. Sagt die Hure H.

 

Hier am Turmgebäude kommt niemand vorbei. Sagt die Alte. Hier kannst du dich ausziehen. Hier kannst du das weiße Kleid anziehen.

 

Da übergibt die Hure H der Alten die Schuhe und das Täschchen und den Schleier und das Kleid.

 

Die Hure H zieht sich aus.

 

Und dann ist die Hure H ausgezogen.

 

Und dann zieht die Hure H das weiße Kleid an. Und die weißen Schuhe.

 

Die Alte schließt der Hure H den Reißverschluss.

 

Die Alte setzt der Hure H den Schleier auf den Kopf.

 

Die Hure H nimmt das Täschchen.

 

Und jetzt gehe am Turmgebäude entlang. Sagt die Alte. Erzähle mir was dein Leib fühlt.

 

Und die Hure H geht am Turmgebäude entlang.

 

Die Hure H sieht am Turmgebäude hoch.

 

Das Turmgebäude ist sehr hoch.

 

Über dem Turmgebäude sieht die Hure H den Himmel.

 

Die Hure H sieht an sich herab.

 

Das Kleid bauscht sich.

 

Die Hure H geht langsam und mit kleinen Schritten.

 

Die Hure H geht langsam und mit kleinen Schritten zur Alten zurück.

 

Was fühlt dein Leib. Ruft ihr die Alte entgegen.

 

Er fühlt nichts. Sagt die Hure H.

 

Das kann nicht sein. Sagt die Alte. Er ist unter dem Kleid bewahrt. Er wird nur heute so gezeigt. Fühle ihn.

 

Ich fühle nichts. Sagt die Hure H.

 

Gehe noch einmal. Sagt die Alte. Du hast das weiße Kleid an. Dein Leib muss beginnen zu fühlen. Gehe. Gehe ein Stück den Hügel hinauf.

 

Und die Hure H geht.

 

Die Hure H hebt das Kleid.

 

Die Hure H geht ein Stück den Hügel hinauf.

 

Bald kommt die Hure H zurück.

 

Die Schuhe werden schmutzig. Sagt die Hure H.

 

Und der Saum des Kleides wird schmutzig. Sagt die Hure H.

 

Ja. Sagt die Alte. Das ist möglich. Aber sag was fühlt dein Leib.

 

Ich bleibe still stehen. Sagt die Hure H.

 

Nichts darf schmutzig werden. Sagt die Hure H.

 

Du trägst das Kleid und die Schuhe nur einmal. Sagt die Alte.

 

Nichts darf schmutzig werden. Sagt die Hure H.

 

Du hast schwarz getragen. Sagt die Hure H. Bei dir konnte nichts schmutzig werden. Hörst du. Sagt die Hure H.

 

Was willst du tun. Sagt die Alte. Jetzt trägst du das Kleid. Jetzt. Was willst du tun. Willst du hier stehenbleiben.

 

Ich fühle den Leib nicht. Sagt die Hure H.

 

Nein. Sagt die Alte.

 

Wo gehst du hin. Ruft die Hure H.

 

Ich gehe in das Turmgebäude hinein. Sagt die Alte.

 

Nimm mich mit. Sagt die Hure H.

 

Nein. Sagt die Alte. So kannst du nicht mitgehen.

 

Lass mich nicht allein. Ich werde mich wieder bewegen. Sagt die Hure H.

 

Die Alte geht.

 

Die Alte geht am Turmgebäude entlang.

 

Die Alte geht den Weg zurück den sie kam.

 

Die Alte geht hinter das Turmgebäude.

 

Die Hure H hört wie eine schwere Tür geöffnet wird und wieder zufällt.

 

Da steht nun die Hure H.

 

Das weiße Kleid bauscht sich.

 

Die Hure H friert.

 

Oh. Sagt die Hure H. Ich friere. Mein Leib friert.

 

Alte. Komm zurück. Ruft da die Hure H. Ich spüre meinen Leib. Mein Leib friert.

 

Die Alte kommt nicht.

 

Ich friere. Denkt die Hure H. Ich friere und ich kann nicht mehr stehen. Ich muss mich hinhocken.

 

Da hockt die Hure H sich hin.

 

Da hockt die Hure H und friert immer mehr.

 

Da hockt die Hure H im lehmfarbenen Boden und hat die Beine angewinkelt und umschlingt die Beine mit den Armen und friert und spürt so die ersten Regentropfen.

 

Ich muss zurück. Denkt die Hure H. Ich spüre die ersten Regentropfen. Ich muss zurück. Ich muss weg vom Turmgebäude. Weg von den Hügeln.

 

 

 

Die Hure H steht auf nimmt ihre große Tasche und macht sich auf den Weg zurück.

 

Es regnet.

 

Das weiße Kleid beginnt am Leib zu kleben.

 

Der Leib friert.

 

Der Boden weicht auf.

 

Die Hure H zieht die weißen Schuhe aus.

 

Die Hure H schmeißt die weißen Schuhe in die große Tasche.

 

Die Hure H schmeißt das Täschchen in die große Tasche.

 

Die Hure H nimmt den Schleier vom Kopf.

 

Die Hure H lässt den Schleier fallen.

 

Der Schleier fällt auf den lehmfarbenen Boden.

 

Das Kleid ist nass.

 

Der Leib wird nass.

 

Der Leib wird kalt.

 

Der Regen wird heftig.

 

Die Hure H geht. Läuft. Und rennt.

 

Die Hure H geht läuft und rennt über die Hügel hinweg.

 

Die Hure H geht läuft und rennt an den Hügeln vorbei.

 

Bis die Hure H dort ist wo sie losging.

 

Es regnet.

 

Der Leib ist nass. Ist kalt.

 

Das Kleid klebt oben am Leib.

 

Das Kleid hängt unten schwer herab.

 

Wasser rinnt am Kleid hinab.

 

Rinnt unten aus dem Saum.

 

Tropft unten aus dem Saum.

 

Die Hure H holt die große Tasche öffnet sie holt die weißen Schuhe heraus zieht die weißen Schuhe an.

 

So. Sagt die Hure H.

 

Wasser tropft unten aus dem Saum.

 

Tropft jetzt auf die Schuhe rinnt von den Schuhen herab.

 

Mein Leib ist nass. Denkt die Hure H.

 

Ganz ganz nass ist mein Leib. Denkt die Hure H.

 

Ich muss das Kleid ausziehen. Denkt die Hure H.

 

Ich muss meinen nassen Leib wärmen. Denkt die Hure H.

 

Und die Hure H beginnt das Kleid auszuziehen.

 

 

 

Gleich wird die Hure H ihren nassen Leib wärmen.