Das Heilige Brimborium

 

 

 

                                                                         Ein Theaterstück

 

 

 

 

 

 

 

 

PERSONEN

 

 

 

Das ältere Kind

Das jüngere Kind

Der alte Mann

Der junge Mann

Die Witwe

Die Nachbarn

 

 

 

 

 

 

ORTE

 

Auf dem Feld

Vor und in einer Unterkunft

In einem Haus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DAS ERSTE  BUCH

 

 

 

 

 

Ort

 

Auf dem gemähten Feld

 

 

 

 

Personen:

 

Das ältere Kind

 

Der alte Mann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Alle können mich hier sehen.

Alle.

Das Feld ist kahl.

Das Feld ist weit.

Alle blicken auf mich.

Alle stehen am Rande des Felsens und starren mich an.

Geht.

Geht weg.

Geht nach Hause.

Ich hebe meinen Rock nicht.

Ich gehe weiter mit meinen nackten Füßen über das abgemähte Feld.

Es tut weh.

 

Alle warten und starren.

Warten dass ich meinen Rock hebe.

Warten dass sie meine blutenden Füße sehen können.

Ich hasse euch.

Geht in eure Häuser.

Versteckt euch.

 

Ich flechte mir einen Kranz aus Gänseblumen.

Bis der alte Mann kommt.

Bis der alte Mann mit der Schubkarre kommt.

Er holt mich.

Ja. Er wird mich holen.

 

 

 

Der alte Mann:

 

Komm. Mädchen.

Es ist spät.

Bald wird es dunkel sein.

Ich hebe dich in meine Schubkarre.

So fahren wir über das Feld.

Du musst müde sein.

Sieh. Der Mond erhebt sich.

 

 

Das ältere Kind:

 

Kann ich heute den Mann im Mond sehen.

 

 

Der alte Mann:

 

Vielleicht wenn es ganz dunkel ist.

Halte dich fest.

Ich müsste schneller schieben.

Es ist so kühl.

 

 

Das ältere Kind:

 

Ich wollte mir einen Kranz flechten.

Die Blumen reichten nicht.

Nun habe ich keinen Kranz.

 

 

Der alte Mann:

 

Morgen kannst du dir einen Kranz flechten.

Morgen fahre ich dich wieder aufs Feld.

 

 

Das ältere Kind:

 

Heute wollte ich mir einen Kranz flechten.

Heute.

Hast du gehört. Heute.

Fahre schneller. Mann mit der Schubkarre.

Ich will den Mann im Mond nicht sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DAS  ZWEITE BUCH

 

 

 

 

 

Ort:

 

Eine Unterkunft

 

 

 

Personen:

 

Der junge Mann

Das jüngere Kind

Die Witwe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der junge Mann:

 

Wo ist meine Hose.

Ich muss mich bedecken.

Und dann muss ich essen.

Und dann muss ich arbeiten.

Also. Wo ist sie.

Sie wird doch wohl schon gewaschen sein.

Oder sollte sie immer noch dreckig sein.

Ihr wisst. Ich ziehe keine dreckige Hose an.

Oh liebste aller Hosen. Solltest du etwa immer noch dreckig herumliegen. Du arme.

Also. Wo ist sie.

 

 

 

Das jüngere Kind:

 

Hier liegt sie.

Gewaschen und gebügelt.

Ich selber trug sie hierher.

 

 

 

Der junge Mann:

 

Meine älteste Tochter darf meine Hosen waschen.

Meine älteste Tochter darf meine Hosen bügeln.

Dir erlaubte ich meine Schuhe zu putzen.

Rühr nicht meine Hosen an.

 

 

 

Das jüngere Kind:

 

Ich trug sie hierher.

Ich trug sie nur hierher.

Hierher in dieses Zimmer.

 

 

 

Der junge Mann:

 

Du kannst meine Hosen nicht waschen.

Du kannst meine Hosen nicht bügeln.

Das kann nur sie.

Wo ist sie.

Wo ist meine älteste Tochter.

Sie wird doch wohl schon hier sein.

Oder sollte sie immer noch bei dem Alten sein.

Oh älteste meiner Töchter. Bist du immer noch nicht hier.

Ich Armer.

Geht und holt sie.

 

 

 

Das jüngere Kind:

 

Nie genüge ich ihm.

Dabei tue ich alles ihm zu gefallen.

Jeden Abend kommt er herein.

Er zieht seine Jacke aus.

Zuerst zieht er seine Jacke aus.

Dann zieht er seine Schuhe aus.

Langsam zieht er seine Schuhe aus.

Die langsam ausgezogenen Schuhe stellt er vor mich hin.

Ich sehe die feuchten Innensohlen der langsam ausgezogenen Schuhe.

Ich sehe seine Füße.

Die Socken kleben an seinen Füßen.

Ich rieche die klebenden feuchten Socken an seinen Füßen.

Er setzt sich auf den Stuhl.

Ich nehme seine Schuhe.

Ich beginne seine Schuhe zu putzen.

Er sitzt auf dem Stuhl.

Er sieht mir zu.

Ich putze seine Schuhe.

Er sieht auf mich herab.

Dann habe ich seine Schuhe geputzt.

Jetzt krieche ich vor ihm hin.

Er hält mir seine Füße hin.

Ich halte die Luft an.

Ich kann nur kurz die Luft anhalten.

Dann muss ich umso tiefer einatmen.

Der Geruch der Füße treibt mir den Inhalt meines Magens hoch.

Ich würge ihn herunter.

Ich sehe seine Füße vor mir.

Ich ziehe ihm die feuchten Socken aus.

Seine Nägel sind lang und gelb.

Ich beuge meinen Kopf zu seinen Füßen hin.

Ich beuge meinen Kopf zu seinen langen gelben Nägeln hin.

Der Inhalt meines Magens stößt mir auf.

Ich würge ihn herunter.

Meine Haare bedecken jetzt seine Füße.

Und dann hauche ich den Kuss darauf.

Und hebe den Kopf wieder.

Ich habe den Inhalt meines Magens behalten können.

Ich sitze am Boden und blicke zu ihm hoch.

Und ich sehe.

Es genügt nicht.

Es reicht nicht.

Er will die Ältere. Die Schönere.

Auch wenn sie nicht da ist will er die Ältere, die Schönere.

Meine Haare sind lang.

So wie er sie liebt.

Ihre Haare sind kurz.

So wie er sie nicht liebt.

Und doch will er sie.

Und doch will er sie mehr als mich.

Und jetzt soll sie zurückkommen.

Er lässt sie holen.

 

Was wird dann aus mir.

 

 

 

Der junge Mann:

 

Komm her.

Komm her. Kleine.

Komm her zu mir. Kleine.

Komm. Komm her.

Sag es mir.

Komm her und sag es mir.

Komm. Sag es.

Ich höre es so gern. Komm her. Sag es.

Komm. Sag es mir.

Komm her.

 

 

 

Die Witwe:

 

Was willst du.

Was rufst du.

 

 

Der junge Mann:

 

Ich habe eine Unterkunft.

Ich habe zwei Töchter.

Ich will beide.

Geht. Holt sie.

Holt sie hierher. Das Kind. Die ältere.

Meine älteste Tochter.

 

 

 

Die Witwe:

 

Sie ist weit weg.

Lass sie.

Sie kostet Geld. Sie kostet Zeit.

Sie ist widerspenstig.

Sie gehorcht nicht.

 

 

 

Der junge Mann:

 

Mir gehorcht sie.

Mir will sie dienen.

 

 

 

Die Witwe:

 

Dann geh und hol sie.

 

 

 

Der junge Mann:

 

Du wirst sie holen

 

 

 

Die Witwe:

 

Ich hänge mir den Witwenschleier vor das Gesicht.

Ich bin die Witwe. Ich trauere.

Witwen trauern in Schwarz.

Ein schwarzes Kleid ein enges passt immer.

Zu jeder Gelegenheit.

Und schwarze Strümpfe machen die Beine lang.

Nicht wahr.

In Schwarz will mich niemand.

Ich kaufte mir sechs Paar schwarze Strümpfe.

Die Strumpfhalter sind hautfarben.

Bald kaufe ich mir schwarze Strumpfhalter.

 

 

 

Der junge Mann:

 

Geh jetzt.

Hole meine älteste Tochter.

 

 

 

Die Witwe:

 

Ich werde das Kind nicht holen.

Ich werde eine Botschaft schicken.

Das Kind soll gebracht werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DAS BUCH DER BÜCHER

 

 

 

 

 

 

 

Die Nachbarn:

 

Wer wohnt da in dieser Unterkunft.

Aber wir wissen es.

Es sind die Nachbarn. Unsere Nachbarn.

Manchmal ist es laut dort. Und grell.

Ja. Es sind lustige Leute. Unsere Nachbarn.

Sie feiern immerdar.

Er ist nett und freundlich.

Sie ist geziert und dick.

Sie war nicht immer so dick.

Mit den Kindern wurde sie so dick.

Die Kinder sind schlau.

Ja. Das ältere Kind hat eine Schläue. Eine gefährliche Schläue.

Es ist so sauber in der Unterkunft.

Ja. Sie putzt immerzu in dem engen schwarzen Kleid. Pfui.

Ja. Pfui. Buntes müsste sie tragen.

Hört ihr den Lärm.

Er kommt aus der Unterkunft.

Ruhe dort. Ruhe.

Es ist Nacht. Wir wollen schlafen.

Früher. Da ging sie mit dem Kind auf dem Arm über die Straße. In der Nacht ging sie über die Straße.

Das Kind war in Decken gehüllt.

Sie weinte.

So machte sie es immerfort. Viele Jahre.

Kommt. Schlafen wir weiter.

Ja.

Hast du schon geschlafen.

Nein.

Aber es ist dunkel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DAS DRITTE BUCH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ort:

 

In einem Haus

 

 

 

Personen:

 

Der alte Mann

Das ältere Kind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der alte Mann:

 

Die Botschaft kam.

Du musst hier weg.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Wo soll ich hin.

 

 

Der alte Mann:

 

Du sollst zu ihnen.

 

 

Das ältere Kind:

 

Ich gehe nicht.

 

 

Der alte Mann:

 

Du musst.

 

 

Das ältere Kind:

 

Nein.

Ich bleibe hier.

 

 

Der alte Mann:

 

Du musst gehen.

Ich darf dich nicht behalten.

Ich will dich behalten.

Ich würde dich gerne behalten.

Sie wollen mir das Herz brechen.

Dir und mir wollen sie das Herz brechen.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Ich gehe nicht.

Ich bleibe hier.

Trauere nicht. Ich bleibe hier.

 

 

Der alte Mann:

 

Du musst gehen.

 

 

Das ältere Kind:

 

Du willst mich nicht.

Nicht wirklich willst du mich.

Du verrätst mich.

Du verrätst mich an sie.

 

 

 

Der alte Mann:

 

Morgen früh bringe ich dich.

Geh jetzt schlafen.

 

 

Das ältere Kind:

 

Bringst du mich ins Bett.

 

 

Der alte Mann:

 

Ja.

 

 

Das ältere Kind:

 

Erzählst du mir eine Geschichte.

Erzähle mir eine Geschichte.

 

 

 

Der alte Mann:

 

Ich erzähle dir die Geschichte vom Mann im Mondgestirn.

 

Es war einmal ein Mann. Der saß alle Tage im Mondgestirn. Vorher hatte er im Sonnengestirn gesessen. Im Sonnengestirn war es warm gewesen. Im Sonnengestirn war es zu warm gewesen. Im Sonnengestirn war es heiß gewesen. Es hatte ihn geblendet im Sonnengestirn. Er hatte nichts sehen können im Sonnengestirn. Er musste die Augen geschlossen halten im Sonnengestirn. Alle Tage schimpfe er dass es zu warm sei im Sonnengestirn. Und alle Tage schimpfte er dass er die Augen geschlossen halten musste im Sonnengestirn.

Das machte das Sonnengestirn böse. Und das Sonnengestirn schüttelte den Mann von sich.

Da wanderte der Mann zum Mondgestirn.

Das Mondgestirn nahm ihn auf.

Und nun sitzt der Mann im Mondgestirn.

Im Mondgestirn ist es nicht heiß und nicht kalt. Im Mondgestirn ist es richtig. Und vom Mondgestirn aus kann der Mann auf die Erde blicken.

So drehen sie sich. Das Mondgestirn und der Mann. 

Und jetzt schlafe.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Da bin ich.

Ich habe geschlafen.

 

 

Der alte Mann:

 

Du weißt. Es kam die Botschaft. Du musst zu ihnen.

 

 

Das ältere Kind:

 

Ich weiß.

Du verrätst mich.

Hole die Schubkarre.

Bringe mich hin.

 

 

Der alte Mann:

 

Ich hole die Schubkarre.

Ich hebe dich hinein.

Ich bringe dich hin.

 

 

Das ältere Kind:

 

Ich schlinge meine Arme um deinen Hals.

Lass mich nicht alleine.

 

 

Der alte Mann:

 

Vielleicht kannst du bald zurückkommen.

Sicher kannst du bald zurückkommen.

Dann bleibst du für immer hier.

 

 

Das ältere Kind:

 

Du wirst fragen.

Du wirst fragen wann du mich zurückholen kannst.

 

 

Der alte Mann:

 

Ja. Ich verspreche es dir.

Und nun müssen wir fahren.

Sitzt du gut so.

Ist es bequem so.

 

 

Das ältere Kind:

 

Der Weg zum Scheiterhaufen wird immer angenehm gestaltet.

 

Gewöhnlich steht die Jungfrau hoch auf dem Wagen. Ihre Hände sind festgebunden. Nach hinten sind ihre Hände festgebunden. Die Jungfrau steht in einem Lumpenkleid gehüllt auf dem Wagen. Das Lumpenkleid ist von einer Schulter gerutscht.

Die Jungfrau steht stolz.

Die Jungfrau blickt geradeaus.

Die Menge gafft und grölt.

Die Menge schreit und trampelt.

Die Jungfrau blickt hinab zur Menge.

Da erhebt die Menge die Fäuste.

Einige versuchen auf den Wagen zu klettern.

Die Häscher auf dem Wagen stoßen sie mit ihren Stangen zurück.

Einige andere versuchen auf den Wagen zu klettern.

Die Häscher stoßen sie zurück.

Einer schafft es.

Einer schafft es trotzdem.

Er kriecht zu der Jungfrau hin. Er beißt der Jungfrau in den Fuß. Die Jungfrau schreit auf. Da stößt der Häscher den Mann mit der Stange herunter vom Wagen.

Der Scheiterhaufen steht auf einem Hügel.

Der Stroh ist angerichtet.

Die Pferde ziehen den Wagen den Weg hoch.

Der Wagen ist schwer.

Langsam ziehen die Pferde den Wagen hoch.

Die Menge läuft neben dem Wagen her.

Die Menge läuft hinter dem Wagen her.

Die Menge wird größer.

Da ist der Richtplatz erreicht.

Die geladenen Gäste sitzen auf den besten Plätzen. Den geladenen Gästen wird zu trinken und zu essen gereicht. Die geladenen Gäste sind in froher Erwartung. Die Damen zieren sich. Die Herren sind galant.

Der Wagen steht.

Die Häscher springen vom Wagen.

Die Häscher müssen den Weg bahnen.

Die Menge grölt.

Die Menge gibt den Weg frei.

Die Jungfrau wird vom Wagen gehoben.

Die Jungfrau geht durch den Weg.

Die Jungfrau wird zu den geladenen Gästen geführt.

Die Jungfrau wird vor den geladenen Gästen entlang geführt.

Einer der geladenen Gäste der wichtigste geladene Gast steht auf. Die Jungfrau muss vor dem wichtigsten geladenen Gast stehenbleiben. Der wichtigste geladene Gast greift der Jungfrau an das Lumpenkleid. Der wichtigste geladene Gast reißt der Jungfrau das Lumpenkleid herunter.

Nackt steht die Jungfrau vor ihm und blickt geradeaus.

Die Menge grölt und pfeift.

Der wichtigste geladene Gast gibt den Häschern das Zeichen.

Die Jungfrau muss weitergehen.

Die Häscher stoßen mit den Stangen den Leib der Jungfrau an.

Die Jungfrau geht langsam an den geladenen Damen und Herren vorbei.

Die Damen kichern und spucken vor ihr aus.

Die Herren greifen ihr an den Leib.

Die Jungfrau geht und blickt geradeaus.

Die Jungfrau erreicht den Scheiterhaufen.

Vor dem Scheiterhaufen steht der Henker.

Der wichtigste geladene Gast gibt der Menge ein Zeichen.

Die Menge wird still.

Auch die Kinder auf den Nacken der Männer und Frauen werden still.

Der wichtigste geladene Gast gibt ein Zeichen

Die Jungfrau geht die Stufen zum Scheiterhaufen hoch.

Zwei Häscher gehen mit hoch.

Die zwei Häscher führen die Jungfrau zu dem angerichteten Stroh des Scheiterhaufens. Aus dem angerichteten Stroh stakt der Mast. Die Häscher heben die Jungfrau auf das angerichtete Stroh. Die Häscher binden die Jungfrau an den Mast fest.

Der Henker tritt heran.

Der Henker trägt seine schwarze Kopfbedeckung.

Ein Häscher hat eine Fackel angezündet.

Der wichtigste geladene Gast gibt das Zeichen.

Der Häscher reicht dem Henker die Fackel.

Die Jungfrau hat die Augen geöffnet.

Die Jungfrau blickt in den Himmel.

Der Henker nimmt die Fackel.

Der Henker zündet das gerichtete Stroh an.

Der Scheiterhaufen brennt. 

 

Die Menge bricht ihr Schweigen.

Die Menge grölt.

 

Die geladenen Damen und Herren klatschen in die Hände.

 

Der Scheiterhaufen brennt groß.

Der Scheiterhaufen brennt heiß.

Schwarzer Qualm steigt hoch.

Den geladenen Damen und Herren wird warm.

Den geladenen Damen und Herren wird zu warm.

Die geladenen Damen und Herren gehen.

 

Die Menge bleibt stehen.

Die Menge bleibt bis zum Erlöschen der letzten Flamme stehen.

 

Dann geht die Menge in die Wirtshäuser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DAS VIERTE BUCH

 

 

 

 

 

 

 

Ort:

 

In der Unterkunft

 

 

 

Personen:

 

Der alte Mann

Das ältere Kind

Das jüngere Kind

Die Witwe

Der junge Mann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der alte Mann:

 

Nun sind wir da.

Nun sind wir vor der Unterkunft.

Ich schiebe dich hinein in die Unterkunft.

 

Da also sind wir.

 

 

Das ältere Kind:

 

Nun also bleiben wir hier.

 

 

 

Die Witwe:

 

Steig heraus das der Schubkarre.

Du beschmutzt dich.

Setz dich.

 

 

Der junge Mann:

 

Und du. Alter. Geh.

Sie ist mein.

 

 

Die Witwe:

 

Hörst du.

Geh.

 

 

Das ältere Kind:

 

Nun frag es.

 

 

Der alte Mann:

 

Kann sie mich einmal besuchen.

Wann kann sie mich einmal besuchen.

 

 

Das ältere Kind:

 

Verräter.

 

 

Die Witwe:

 

Du warst lange fort.

Du bleibst hier.

Es muss gekocht und gesäubert werden.

Geh Alter.

 

 

Das ältere Kind:

 

Nein.

Nein. Bleibe hier.

Bleibe du auch hier.

 

 

Der alte Mann:

 

Ich muss die Schubkarre wieder hinausfahren.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Lass mich hineinklettern in die Schubkarre.

Fahre auch mich hier wieder hinaus.

 

 

 

Der alte Mann:

 

Du gehörst hierher.

 

 

Das ältere Kind:

 

Ich darf nicht hineinklettern.

Du willst alleine wieder gehen.

Du nimmst mich nicht mit.

 

 

Der alte Mann:

 

Es geht nicht.

Du musst hierbleiben.

Du gehörst hierher.

 

 

Das ältere Kind:

 

Er verlässt mich.

 

 

 

Der junge Mann:

 

So. Und nun komm.

Setz dich hierher.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Ich komme nicht.

 

 

Der junge Mann:

 

Dann geh und koche.

Ich gehe hinaus.

Ich warte.

 

 

 

Die Witwe:

 

Ich zeige dir den Herd.

Dort steht er. Dort. Dort in der Küche.

Gehe hin zu ihm dort.

 

Nun endlich habe ich Ruhe.

Auch sie ist nun da.

Er ist zufrieden.

Jetzt endlich habe ich Zeit die Strümpfe zu wechseln.

Ich muss endlich die Strümpfe wechseln.

Und dann muss ich die Strümpfe waschen.

Und dann muss ich die Strümpfe stopfen. 

Ein Strumpf hat eine Laufmasche.

Eine kleine winzige Laufmasche.

Eine kleine süße Laufmasche.

Ich werde die kleine süße winzige Laufmasche stopfen.

Ich zieh die Strümpfe aus.

So.

Die Strumpfhalter lösen. 

So.

Meine Beine sind so weiß. Und voller Krampfadern. Immer mehr werden die Krampfadern. Und die Besenreiter. Vor Jahren hatte ich noch keinen einzigen Besenreiter. Jetzt sind es schon einige. Und jetzt die Strümpfe waschen. Die Besenreiter kommen von den Kindern. 

Aber nun endlich bin ich Witwe.

Jetzt ziehe ich ein paar neue Strümpfe an.

Sie glänzen noch.

  

 

 

Das ältere Kind:

 

Ich habe gekocht. 

Das Essen ist fertig.

 

 

 

Die Witwe:

 

Was kommst du hier herein.

Verschwinde.

Du siehst dass ich hier bin.

Du siehst was ich tue.   

Komme nicht wieder hier herein wenn du siehst was ich hier tue.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Und das Essen. 

Wer soll es essen.

 

 

Die Witwe:

 

Alle.   

Bring es ihnen.

 

 

 

Der junge Mann:

 

Überall suche ich dich.

Nun endlich bist du in meiner Unterkunft.

Komm her zu mir.

Ich habe saubere Hosen an.

Ich habe gebügelte Hosen an.

Aber sieh.

Hier ist ein Fleck.

Hier neben dem Reißverschluss ist ein Fleck.

Komm her.

Nimm einen Lappen.

Wische mir den Fleck weg.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Nein.

 

 

Die Witwe:

 

Ich sagte es dir.

Sie gehorcht nicht.

 

 

 

Der junge Mann:

 

Komm her.

Komm her zu mir.

Nimm den Lappen hier.

Entferne mir den Fleck von meiner Hose.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Nein.

 

 

Das jüngere Kind:

 

Tue es.

Du bist es nicht mehr gewohnt.

Aber tue es.

Alles wird schlimmer sonst.

Du wirst dich wieder daran gewöhnen.

 

 

Das ältere Kind:

 

Gib mir den Lappen.

 

 

Der junge Mann:

 

Mir gehorcht sie.

Und nun komm her.

Hier ist der Fleck.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Ich sehe ihn nicht.

 

 

Der junge Mann:

 

Hier.

Bücke dich. Dann siehst du ihn.

 

 

Das ältere Kind:

 

Wo.

 

 

Der junge Mann:

 

Hier.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Ach hier.

Oh ja.

Jetzt sehe ich ihn.

Der Fleck ist riesig.

Wie konntest du dich so beschmutzen.

Und wie konntest du dann noch herumlaufen in dieser so beschmutzen Hose.

Ich werde dir den Fleck wegwischen.

Warte.

Halte still.

 

 

 

Der junge Mann:

 

Ja.

So ist es gut.

Ab heute darfst du wieder meine Hosen waschen.

Und ab heute darfst du wieder meine Hosen bügeln.

Du darfst dafür sorgen dass meine Hosen immer sauber sind.

Abends wirst du meine dreckigen Hosen in Empfang nehmen.

Und morgens wirst du mir saubere Hosen hinlegen.

Alles wird gut werden.

Jetzt wo wir wieder zusammen sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DAS BUCH DER BÜCHER

 

 

 

 

 

 

 

Die Nachbarn:

 

Wer hat da gerufen.

Hat da jemand gerufen.

Ja. Es kam aus der Unterkunft.

Vielleicht war sie es.

Vielleicht findet sie ihren Witwenschleier nicht.

Das Kind ist dorthin gebracht worden.

Habt ihr gesehen.

Der alte Mann hat sie in der Schubkarre dorthin gebracht.

Ja. Langsam hat er sie über die Straße geschoben.

Alle haben es gesehen.

Er ist nirgends stehengeblieben.

Er hat mit niemanden gesprochen.

Alle sind ihnen aus den Weg gegangen.

Warum hat er sie dorthin gebracht.

Vielleicht war ihr ihrer überdrüssig.

Er ist alt und sie ist noch ein Kind.

Sie hatte es gut bei ihm.

Ja. Aber sie gehört in die Unterkunft.

Seht.

Da kommt das jüngere Kind angelaufen.

Es hat verquollene Lider. Jetzt. Wo das ältere Kind wieder da ist.

Und habt ihr gesehen.

Die Witwe trug schon wieder neue schwarze Strümpfe.

Pfui. Sage ich.

Seht. Das jüngere Kind geht vorbei.

Kind. Was ist mir dir.

Erzähle es uns.

Wir sind neugierig.

Seht. Wie sie vorbeigeht.

Störrisch ist sie.

Sie war schon immer so störrisch.

Und so hochnäsig.

Und so stumm.

Das andere ist auch so.

Das andere Kind.

 

Kommt. Lasst uns essen gehen.

Kommt. Lasst uns trinken gehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DAS FÜNFTE BUCH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ort:

 

Vor der Unterkunft

 

Das ältere Kind sitzt auf einer Bank vor der Unterkunft.

Es lässt die Beine baumeln.

 

 

 

Personen:

 

Das ältere Kind

Das jüngere Kind

Die Witwe

 

 

 

 

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Eins, zwei.

Eins, zwei.

Eins, zwei.

Eins, zwei.

Eins, zwei.

Eins, zwei.

Hier sieht mich niemand.

Hier ist es eng.

Hier ist es düster.

Ich hörte von dem Mann mit der Schubkarre.

Er fährt immer mit der Schubkarre aufs Feld. Hieß es.

Eins, zwei.

Eins, zwei.

 

 

 

Das jüngere Kind:

 

Geh.

Geh weg da.

Das ist meine Bank.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Du kannst dich neben mich setzen.

 

 

 

Das jüngere Kind:

 

Niemals.

Niemals würde ich das tun.

Also stehe auf.

Lass mich dort sitzen.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Nein.

Eins, zwei.

Eins, zwei.

Eins, zwei.

 

 

 

Das jüngere Kind:

 

Kannst du nicht weiter zählen.

Drei, vier, fünf, sechs, sieben.

Und wann gehst du wieder.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Die Witwe hat gesagt wir müssen in einem Bett schlafen

 

 

 

Das jüngere Kind.

 

Ich lass dich nicht in meinem Bett schlafen.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Ich bin älter als du.

Zuerst war es mein Bett.

Ich kann nicht auf den Boden schlafen.

 

 

 

Das jüngere Kind:

 

Du sollst gehen.

Du sollst ganz und für immer weggehen.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Höre.

Ich bin nicht erwachsen.

Ich kann nicht weggehen.

Ich muss bleiben.

Niemand wird mich aufnehmen.

Er ist erwachsen.

Sie ist erwachsen.

Ich bin nicht erwachsen.

Du bist nicht erwachsen.

 

 

 

Die Witwe:

 

Was hockt ihr hier herum.

Was redet ihr da.

Komm her Kleine.

Mein Kopf juckt.

Kämme mir die Haare.

Kratze mir die Schuppen herunter.

Ich setze mich auf die Bank.

Stehe auf. Du bist die ältere. Aber du bist noch nicht alt. Stehe auf.

Und du. Du Jüngere. Komm her. Beginne.

Das magst du doch so gerne. Nicht wahr du Jüngere.

Du möchtest doch später einmal vielen Menschen den Kopf kratzen, nicht wahr.

Fang an.

Kamm und Bürste und Frisiertuch habe ich mitgebracht.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Hole Wasser und Seife.

Wasche sie. Deine Haare.

Wasche das Jucken heraus.

 

 

 

Die Witwe:

 

Du wäscht die dreckigen Socken von ihm.

Von anderem Waschen verstehst du nichts.

 

 

 

Das jüngere Kind:

 

Später einmal. Wenn ich erwachsen bin. Dann werde ich die Haare lang und offen tragen.

Dann werden sie mir nicht verfilzen.

Dann werde ich sie waschen und immerzu bürsten und kämmen.

Sie werden glänzen.

 

 

 

Die Witwe:

 

Das kannst du tun. Später. Wenn du erwachsen bist.

Aber jetzt kratze mir die Schuppen herunter.

 

 

Das jüngere Kind.

 

Ja.

Ich binde dir das Frisiertuch um.

Ich bürste zuerst einmal die Haare hoch.

Und jetzt beginne ich zu kratzen.

Mit dem Kamm und mit dem Nagel meines Zeigefingers beginne ich zu kratzen.

Die ersten Schuppen fliegen schon herunter.

 

 

 

Die Witwe:

 

Wie schön.

Wie angenehm.

Mein Kopf juckte.

Jetzt lässt das Jucken nach.

Und du. Du Große. Geh und wasche seine Hosen. Bügle sie. Und bereite ihm das Essen.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Das ist schon geschehen.

Das Waschen und Bügeln und Kochen.

Jetzt schaue ich dir zu.

 

 

Die Witwe:

 

Was schaust du mir zu.

Was willst du sehen.

 

 

Das ältere Kind:

 

Ich will diese weißen Flecken sehen.

Ich will sehen wie diese weißen Flecken herunterrieseln.

Wie diese weißen Flecken auf das Frisiertuch rieseln.

Wie diese weißen Flecken auf dein schwarzes Kleid rieseln.

Wie diese weißen Flecken langsam dein schwarzes Kleid bedecken.

Das will ich sehen.

 

 

 

Die Witwe:

 

Hast du noch nie weiße Hautfetzen gesehen.

Der Alte hat auch diese weißen Fetzen aus Haut.

Sie liegen immer als Kranz auf seinem Kragen.

 

 

Das ältere Kind:

 

Ja.

Aber deine Hautfetzen sind größer als seine.

Du bist jünger als er.

Ich habe eine glatte weiche Kopfhaut.

Hier. Fühl.

Vor meinem Kopf lösen sich keine Hautfetzen.

Meine Haut ist nicht vertrocknet.

 

 

 

Das jüngere Kind:

 

Sei still jetzt.

Ich will weitermachen.

Ich mag nicht wenn du mir zuschaust.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Lass es sein.

Sie selber soll ihren Kopf kratzen und bürsten.

 

 

 

Das jüngere Kind:

 

Sag ihr, Witwe, dass du mich brauchst.

 

 

Das ältere Kind:

 

Du solltest kein Schwarz tragen bei diesen großen weißen Hautfetzen.

 

 

 

Die Witwe:

 

Komm Kleine. Mach weiter.

Wir lassen uns nicht stören.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Du solltest überlegen was du tragen kannst mit diesen weißen Hautfetzen.

 

 

Das jüngere Kind:

 

Sei still jetzt.

Sie hat keine Hautfetzen mehr wenn ich sie runter gekratzt habe.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Immer liegen die Hautfetzen auf ihrem schwarzen Kleid.

Du weißt es.

Alle sehen es.

Alle wissen es.

 

 

Das jüngere Kind:

 

Aber das ist nicht wichtig.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Nein. Wichtig ist es nicht.

Es ist widerlich.

 

 

 

Die Witwe:

 

Nun geh.

Geh zu dem jungen Mann.

Da gehörst du hin.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Du gehörst dorthin.

 

 

 

Die Witwe:

 

Dann geh zurück zu dem Alten.

Lass dich von ihm in der Schubkarre herumschieben.

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Du weißt. Das ist nicht möglich.

Es ist nicht möglich da du dich dem jungen Mann beugst.

Du lässt mich wieder bringen. So wie er es will.

Du kannst nichts ausrichten.

Du willst immer etwas ausrichten.

Aber du kannst nichts ausrichten.

 

 

 

Das jüngere Kind:

 

Geh jetzt bitte.

Ich möchte weitermachen.

Du sollst uns nicht zuschauen.

Wir wollen keine Zuschauer dabei. Ich und die Witwe.

Wir wollen alleine sein.

Witwe. Sag es ihr.

Sage ihr dass wir alleine sein wollen.

 

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Ich gehe.

Bleibt alleine.

Bürste und kratze sie weiter.

 

 

 

Das jüngere Kind:

 

Wo gehst du hin.

Das ist der Weg zum Feld.

 

 

 

 

 

 

 

DAS SECHSTE BUCH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ort:

 

Auf dem Feld

 

Personen:

 

Das ältere Kind

 

 

 

 

 

 

 

Das ältere Kind:

 

Das Feld ist abgemäht.

Ich kann weit blicken.

Der alte Mann ist nicht da.

Ich hocke mich hin und blicke in die Ferne.

Ich der Ferne sehe ich Wolken.

Die Wolken sind dunkel.

Die Wolken kommen näher.

Auf den Wolken reiten die Gestalten.

Eine Gestalt ist groß. Sehr groß.

Ich sah sie gestern.

Sie trug bunte Röcke.

Der unterste Rock war knöchellang.

Die darüber liegenden Röcke wurden zum obersten Rock hin immer kürzer.

Ihr Haar war schwarz. Drahtig. Hart.

An den Fingern trug sie Ringe. Ringe mit roten mit gelben mit grünen und blauen Steinen.

Sie trug Armreifen.

Sogar um die Knöchel trug sie Reifen.

Sie winkte mit den Händen.

Sie winkte mir zu.

 

Ich blicke.

Die Wolken kommen näher.

Vielleicht werde ich sie heute wieder sehen.

Bestimmt werde ich sie heute wieder sehen.

Wird sie mir wieder zuwinken.

Bestimmt wird sie mir wieder zuwinken.

Dann werde ich vielleicht gehen.

Dann werde ich vielleicht zu ihr gehen.

Vielleicht.

Wenn sie wieder winkt. 

 

Nirgends sehe ich den alten Mann.

Der alte Mann wird nicht kommen.

 

Aber sie wird wieder winken.

Ganz bestimmt wird sie mir wieder zuwinken.

Und dann werde ich gehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DAS BUCH DER BÜCHER

 

 

 

 

 

Die Nachbarn:

 

Habt ihr gesehen.

Wie die drei dort saßen.

Wo.

Dort auf der Bank. Versteckt.

In einem Versteck.

Ja.

Sie tuschelten.

Sie steckten die Köpfe zusammen.

Alle drei saßen auf einer Bank.

Sie redeten.

Worüber redeten sie.

Über uns redeten sie.

Sie reden immer über uns.

Dabei sind sie wie wir.

Ja.

Seht ihr. Da fährt wieder der alte Mann mit der Schubkarre.

Seine Schubkarre ist leer.

Pst.

Da kommt sie.

Wer.

Die Witwe.

Lasst sie vorbeigehen.

Und schweigt.